Drucken

Ich hätte lieber verschlafen, doch ich war um 5:30 am Flughafen. Dann sind wir nach Amstetten äääh Amsterdam geflogen und zum Lagerplatz angewandert. Der Aufbau war noch ok, tote Bäume schleppen war gar nicht ok. Gut, dass der Fahnenmast dann doch noch fertig geworden ist.

Am ersten Tag fand das Programm zum Thema „Aqua“ statt. Da hatten wir ein Eröffnungsspiel, bei dem wir uns gegenseitig Bänder stehlen mussten. Danach gingen wir ins Museum und lernten etwas über das Wassersystem und dessen Geschichte. Daraufhin sind wir mit dem Boot durch Haarlem gefahren, das war sehr interessant! Anschließend sollten wir segeln, doch leider waren weder das Boot noch der Segellehrer anwesend. Gut, dass Chiara mit der Erfindung des „stummen Zapfens“ für Unterhaltung sorgte. Nach einer Weile konnten wir dann doch was machen, nämlich Stand Up Paddling. Das war sehr erfrischend und lustig! Am Ende des Tages gab es dann noch Geburtstagspudding mit Streichhölzern für Luki, sowie Musik & Tanz im Mokkie. 

Der nächste Ausflug führte uns durch die Stadt „Leiden“. Zu dieser wurden wir mit einem Bus gefahren. Während der Fahrt bekamen wir Rätsel und Hinweise, mit denen wir den Weg herausfinden sollten. Zuerst mussten wir mit bestimmten Bildern Orte in der Stadt suchen und dann den Weg auf einer alten Karte finden, während wir Fragen zu Punkten in der Stadt beantworteten. Die Strecke, die wir fälschlicher Weise nahmen, war in etwa so lang wie alle anderen Strecken zusammengerechnet. Doch nachdem wir alle Rätsel gelöst hatten und „geradeaus abbogen“, war der Hike endlich geschafft! Wir kamen am Ziel an und gönnten uns Eis mit Maki oder Frühlingsrollen.

Am Mittwoch beim „Trail“ haben wir einen Escape Room gemacht und leider nicht geschafft. Dabei musste man 8 verschiedene Rätsel lösen, um aus dem Raum zu entkommen. Natürlich waren wir zu unfähig dafür, insgesamt lösten wir aber 5 von 8 Rätsel. Als nächstes waren wir in einem Labyrinth aus Gittern und Planen. Es war größer als gedacht! Das haben wir auch nur ganz knapp geschafft. Eine Sekunde bevor die Zeit (insgesamt 5 Minuten) aus war, fanden wir den Schlüssel, um das Schloss beim Ausgang zu öffnen. Am Ende nahmen wir noch bei einem Parcours Teil. Die Hindernisse waren zum Beispiel eine Wippe für zwei Personen und ein Brett, auf dem wir uns gegenseitig ziehen mussten.

Das Nachmittagsprogramm fiel leider in tiefes, tiefes Wasser. Der Lagerplatz wurde komplett eingeregnet. So einen Regen haben wir noch nie gesehen! Die Subcamps standen teilweise unter Wasser. Gut, dass wir vor Ort waren und nicht bei einem auswärtigen Programm. Um das Wasser umzuleiten, wurden von den Teilnehmern Kanäle gegraben. Dafür wurde alles verwendet, das nicht festgenagelt war: Schuhe, Hände, Essgeschirr, Becher und und und. Wir schauten währenddessen einen Horror-Film oder schliefen im Zelt. Dann haben Chiara und Nici im Mokkie bei der Neon-Party abgedanced („aber mehr Chiara“, Kommentar Nici).

An unserem Off-Day fuhren wir nach Amsterdam. Zuerst mussten wir aber noch die 356 Seiten des Liederbuches trockenlegen, das wir im Regen draußen liegen gelassen hatten. Während die Leiter das Prostitutions-Museum besuchten, 120 Tulpenzwiebeln kauften und sich die Bäuche im Hard Rock Café vollstopften, haben wir die Stadt unsicher gemacht. Wir besuchten viele Fußball-Shops, um Souvenirs für Vanessas Familie zu kaufen. Kathi hat neue Schuhe gekauft und die sinnvollste Farbe für ein Lager im Gatsch gewählt: weiß. Außerdem sind wir durch das Rotlichtviertel spaziert. Im American Candy Shop wurden wir voll abgezockt. Da stand einfach „Warnung, sehr sauer“ darauf und sie waren überhaupt nicht sauer. Als wir vor dem geschlossenen buddhistischen Tempel standen, dachten wir es wäre China Town. Beim Rückweg fiel Chiara ein, dass wir vergessen haben Küchenrolle für die 42er zu kaufen, die wir uns im Zuge der Liederbuch-Affäre ausgeborgt hatten. Wir spielten Schere-Stein-Papier und Nici und Kathi mussten zu Fuß (1h Wegzeit) beim Dirk Küchenrolle kaufen. Chiara war schadenfreudig wie eine Kuh!

Den Freitag verbrachten wir mit Technology und Art Workshops. Am Vormittag haben wir Lego mit zwei Walky-Talkies gespielt - do you copy? Mit den Walky Talkies haben wir versucht uns gegenseitig Anleitungen zu geben, um die gleiche Konstruktion zu bauen. Danach haben wir mit einem komischen Gerät (Peilsender, Anm. Leiter) Geräusche gesucht. Zum Schluss haben wir Souvenirs gelötet. Am Nachmittag haben Nici und Chiara Friendship Holz-Bildhalter gemacht. Kathi und Vanessa haben Halstücher gefärbt und Isa war leider krank im Zelt. Am frühen Abend hat Nici Chiara 3:0 in Rummy auf venezuelanische Art geschlagen. Dann wurde gekocht und wir haben Chiaras Geburtstag gebürtig gefeiert (dieser Teil wurde als Prophezeiung schon beim Abendessen geschrieben und hat sich bewahrheitet!). Am Abend des 2.8. feierten wir ausgiebig im Mokkie. Danach spielten wir Kings Vla und allen wurde schlecht. Außer Kathi, sie wollte noch mehr (Karamell-Vla schmeckt scheiße). Am nächsten Tag gingen wir ins Steam Machine Museum, sahen uns Dampfmaschinen an und verloren im Paddelwettbewerb. Außerdem besuchten wir den Strand am IJsselmeer, wo sich Chiara, Nici und Stefan in die Fluten des 1m tiefen Wassers stürzten. Zurück am Lagerplatz erwartete uns eine fette Party am Hauptplatz.

Am Sonntag lud der „Open Day“ unzählige Besucher auf unseren Lagerplatz ein. Es gab eine Menge Leckereiern aus allen Ländern zu probieren und wir schlugen uns alle die Mägen so voll, dass wir Mittag- und Abendessen ausließen. Die Leiter hatten auch ihren Spaß, als sie beim „King of the Fortress“ die Forts der anderen Subcamps mit Wasser-Katapulten attackierten und ihr eigenes Fort verteidigen mussten. Spät abends lernten wir dann noch einige schottische Volkstänze und mampften Spaghetti mit Tomatensoße (der Hunger hatte doch gesiegt). Zum Glück sind wir nicht so pickelig mit Essen wie Chiaras Freunde.

Am nächsten Morgen hatten wir Sport am Programm. Da das Lager in zwei Tagen zu Ende sein würde, bauten die drei Leiter den Fahnenmast ab und transportierten die Rundlinge mit dem Fahrrad zurück. Die fünf CaEx gingen zum Vormittagsprogramm, das unter dem Motto „Ticking Time Bomb“ stand. Dabei haben wir viele Aktivitäten in Gruppen gespielt, zum Beispiel einen Hüpfburg-Parcours und eine riesige aufgeblasene Wippe, die man gemeinsam umkippen musste indem man dagegen rennt. Am Nachmittag stand das Programm unter dem Motto „Team up“. Da haben wir Quidditch (von Harry Potter) gespielt und Lasertag mit „Capture the Flag“ zusammen. Vor dem Abendessen spielten alle gemeinsam eine Runde „Arschloch“, bevor es zum zweiten Mal an dem Tag Döner gab (Chiaras Wunsch/Befehl). Unauffällig fragte Chiara die Leiter über den „50-Jambo Schein“ aus, den sie am Boden gefunden hatte. Dazu muss man wissen, dass es keine Jambo (Lagerwährung) Scheine gibt. Nichtsahnend ging sie trotzdem zum Hauptplatz und versuchte 8 Portionen Pommes und 16 Capri Sonne damit zu kaufen. Gut, dass sie Nici schickte das Leiterwagerl zu holen, um ihren gesamten Einkauf zu transportieren. Als sie den üblen Streich aufgedeckt hatte, holte sie schweigend ihr Handy und eine Popcorn (Teenie-Zeitung), marschierte damit ins Zelt und schlug die Tür hinter sich zu. Nach dem ganzen Spaß gab es noch ein Lagerfeuer mit dem gesamten Subcamp und dann gingen alle schnurstracks ins Bett, um für den morgigen Ausflug ins Walibi-Land ausgeschlafen zu sein.

Als der Bus am nächsten Tag in den Vergnügungspark einrollte, strahlten Vanessas Augen und sie grinste von Ohr zu Ohr. Sobald die Türen aufgingen, rannten wir zur ersten Achterbahn. Gleich danach ging’s auf zur nächsten großen Achterbahn. Wir verbrachten den Tag mit langem Warten, aber mit coolen Fahrten. Am Ende haben wir kurz vor der Abfahrt, bevor wir fast den Bus verpasst hätten, noch Pommes gekauft. Glücklich ging es zurück zum Lagerplatz, wo wir die Zelte abbauten und Chiara zum ersten Mal überhaupt Kaiserschmarren gemacht hat (er war überragend!). Das Lager wurde durch eine Closing Ceremony mit spektakulärem Feuerwerk beendet. „Glücklich“ sind wir dann alle abwaschen gegangen.

Anstatt einer langen Wanderung zurück zum Flughafen, fuhren wir am nächsten Tag nach Amsterdam und gönnten uns einen letzten (hoffentlich) geilen Burger. Beim Warten schreiben wir diese Zeilen hier gerade zu Ende, denn bald geht es leider zurück nach Wien.

Thank you for the memories, Haarlem Jamborette 2019!

 

Die CaEx der Gruppe 13

Chiara, Isa, Nici, Kathi, Vanessa

 

Diese Website nutzt Cookies um bestmögliche Funktionalität zu bieten.