Da will man einfach nur mit der Gruppe auf Sommerlager fahren und eine gemütliche Woche am Lagerplatz der Fürstenfelder Pfadis verbringen, doch dann kommt alles ganz anders, als erwartet. Eine Geschichte von Halvar, dem Wikinger, Derek, dem bösen Schurken, der sich als König entpuppt und einem kaputten Schiff - Doch fangen wir einfach am Anfang an.

Am Sonntag, dem 10.Juni trafen wir uns am Hauptbahnhof um auf unser Sommerlager nach Fürstenfeld, in der Steiermark, zu fahren. Kennt man: “I wü wieda ham, nach Fürstenfeld”… und so.

Knapp drei Stunden Zufahrt und 30 Minuten “wandern” später waren wir auch schon am Lagerplatz, wo es dann hieß: Zelte aufbauen für GuSp und CaEx und Zimmer beziehen und einrichten für die Wichtel und Wölflinge, welche danach auch noch eine kleine Erkundung durch den Ort Fürstenfeld machten. 

Den Abend haben wir wieder alle gemeinsam mit einem Eröffnungslagerfeuer, Gitarrenmusik und gemeinsamen Singen ausklingen lassen und sind dann schnurstracks in unsere, noch frischen, Schlafsäcke gesprungen, was nach einem anstrengenden ersten Tag auch bitter nötig war.

 

Achja, ich hatte euch Schiffe und einen Wikiniger versprochen…hier kommt er. Denn am nächsten Tag besuchte der Wikinger Halvar unseren Lagerplatz und war auf der Suche nach seiner Schiffscrew, die er anscheinend irgendwo verloren hatte. “Jeden Tag eine gute Tat” ist das Motto der Pfadis, und so entschlossen wir uns kurzerhand ihm zu Helfen und mit ihm das Schiff zu steuern. Doch es kam, wie es kommen musste. Ein Unwetter machte uns und unserem Schiff auf See schwer zu schaffen und so schafften wir es noch, mit müh und not, uns auf eine kleine Insel zu retten. Unsere Kleidung nass und das Schiff in seine Einzelteile zerlegt - So hatten wir uns das nicht vorgestellt.

 

Auf der Insel befand sich ein kleines Fort. Das “Fort Knight”. Es war unsere einzige Hoffnung auf einen sicheren Schlafplatz und ein neues Schiff doch unsere Hilferufe wurden nicht erwidert, die Tore des Forts blieben geschlossen. Doch plötzlich hörten wir ein rascheln im Gebüsch - Derek, ein  Bandit, hatte unsere Rufe gehört und wollte uns einen geheimen Weg in das Fort zeigen - Nicht umsonst, versteht sich.

Wir sollten für sein Lager eine Kochstelle und einen Essplatz bauen, sowie Traumfänger um ihn vor schlechten Träumen zu bewahren. Gesagt, getan. In windeseile errichteten GuSp und CaEx die Bauwerke und die WiWö bastelten die Traumfänger aus Naturmaterialien. Am Abend begaben sich einige Kinder noch auf einen abenteuerlichen Sagenpfad in die Wälder von Fürstenfeld.

 

Am nächsten Tag staunten wir nicht schlecht, als Derek, der Bandit, sich als eigentlicher König von Fort Knight entpuppt. Auch das Fort wurde vom Sturm heftig getroffen und deshalb sollten wir die ganzen Dinge für ihn erledigen. Eigentlich wollten wir ihm nach dieser Lüge nicht mehr helfen aber als er sich schließlich bei uns entschuldigte und uns versicherte nie wieder zu Lügen, hatten wir ihm schnell wieder verziehen.

Aufgeteilt in vier Gruppen konnten die Kindern nun bei den verschiedensten Stationen Rohstoffe sammeln, um das Fort wieder aufzubauen und schlussendlich eine neue Werft zu errichten. Denn wir waren ja immer noch auf der Suche nach einem neuen Schiff, um es endlich wieder von dieser Insel zu schaffen. Und gemeinsam war das auch keine große Herausforderung. Nach nur einem Tag war eine Werft errichtet und es waren noch genügend Rohstoffe übrig, um gleich den Bau des Schiffes in Auftrag zu geben. 

 

Am nächsten Morgen traf auch schon die Frohe Nachricht von den Arbeiterinnen und Arbeitern der Werft ein: Das Schiff wird in nur 2 Tagen fertig sein. Jetzt mussten wir uns noch noch auf das Leben auf See vorbereiten. Dazu wanderten wir zum Freibad in Fürstenfeld und erprobten uns den ganzen Tag im Schwimmen, Tauchen und dem Sprung von der Schiffsplanke. Natürlich blieb auch noch genügend Zeit übrig für’s Liegen auf der Wiese und das ein oder andere leckere Eis haben wir uns selbstverständlich auch nicht nehmen lassen.

 

Einen Tag vor der Fertigstellung der Schiffs durften wir noch an den jährlichen Highland-Games von Fort Knight teilnehmen. Die Kinder konnten sich, in Gruppen, in verschiedensten Disziplinen messen und immer wieder verbessern. Egal ob Tauziehen, Teebeutel-Weitwurf oder Hindernislauf, überall wurde eine Bestzeit nach der Anderen aufgestellt. Völlig erschöpft fielen wir am Abend in unsere Betten und Schlafsäcke und konnten Kraft und Energie für den nächsten Tag tanken.

 

Und Kraft und Energie war auch erforderlich. Denn heute war auch schon wieder der Abbau angesagt. Essplätze und Kochstellen wurden abgebaut und das Holz wieder auf einen Stapel gelegt. Nur die Zelte blieben die letzte Nacht noch stehen. Am Abend war das Schiff nun endlich errichtet und auch Halvar, der Wikinger, hatte in Fort Knight eine neue Crew angeheuert und konnte wieder nach Hause segeln. Und das Beste: Als Dank für unsere Hilfe veranstaltete der König eine riesige Party für uns. Mit Himbeer-Minze “Cocktails1”, Snacks, Musik und allem was zu einer ordentlichen Party dazugehört. Und sogar einen Feuerspucker hat der König, zu unser Ehren, engagiert. 

Nach der Party gab es noch ein großes Abschlusslagerfeuer mit kleinen Theaterstücken, Verleihungen, Pfadiversprechen und natürlich Gitarrenmusik und Marshmallows.

 

natürlich ohne Alkohol :)

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