QuarantäneVirus, Quarantäne, Ausgangssperre und Heimabende

Ein Schauspiel in 3 Akten

Das „unlösbare“ Problem

Virus, Quarantäne, Ausgangssperre und Heimabende - das sind Worte, die man eigentlich nicht so einfach miteinander vereinbaren kann. Wie will man nur einen Heimabend abhalten und gleichzeitig die Kinder und Leiter*innen trotzdem vor dem Virus schützen? Genau mit einer solchen Herausforderung sah sich das GuSp-Team vor einigen Wochen konfrontiert.

Persönliche Planungstreffen sind nicht machbar, mit den Kids einen Heimabend abzuhalten ebenso wenig. Und die Idee eines Video,- oder Audiochats mit den Kindern wurde sehr schnell wieder verworfen. Der Gedanke an eine, durch gleichzeitiges Reden und Schreien aller Kinder verursachte, Lärmbelastung ließe sogar den Flughafen-Wien-Schwechat mit kaltem Blick erstarren. Doch wir wären nicht das GuSp-Team, wenn wir uns von einer solchen Aufgabe aufhalten lassen würden, es musste eine Möglichkeit geben, also schnell die alten Skype-Accounts herauskramen und abstauben und ab in den Leiter*innen-Quarantäne-Chat um schnell an einer Idee zu feilen.

Ohne Vorwarnung

Ein Zeitsprung, es ist der 10.03.2020, die Lage rund um das Coronavirus spitzt sich in den letzten Tagen in ganz Europa langsam zu. Die Situation in verschiedenen Ländern wird immer kritischer und auch in Österreich wird das Ganze langsam ernster. Von einer Quarantäne ist aber noch lange keine Rede. Am Abend macht eine Nachricht der Gruppe die Runde: Elternrat und Gruppenleitung beschließen gemeinsam die Heimabende als Vorsichtsmaßname bis auf weiteres auszusetzen – eine weise Entscheidung, wie sich später zeigen wird. Die Tage darauf wurden auch von der Bundesregierung erweiterte Vorsichtsmaßnamen angekündigt. Und da standen wir nun, ohne Heimabend, ohne Idee, am Verzweifeln.

Der Geistesblitz

Doch was ist das? Ein Licht am Ende des Tunnels! Consti hatte die geniale Idee für unsere Kinder ein Moodle, eine Lernplattform im Internet, aufzusetzen und ihnen dort täglich Aufgaben zu stellen, die sie dann lösen können. Gemeinsam wurde schnell ein System ausgearbeitet und auch die Idee eines Spezialabzeichens entstand. Mit jeder Aufgabe können die Kinder Punkte verdienen und sich somit Schritt für Schritt zum Abzeichen hinarbeiten. Für Tagesaufgaben gibt es 10 Punkte, für Wochenaufgaben 25 und für Monatsausgaben ganze 100 Punkte, natürlich ansteigend in Komplexität und Arbeitsaufwand. Und da machen die Kinder auch schon fleißig und mit vollem Ehrgeiz mit.

Hier wurden beispielsweise, ganz in alter Pfadi-Manier, 3 Blätter gesammelt und bestimmt, wunderschöne Masken gebastelt und Kunstwerke gemalt. Und so wird es nun weiter gehen, Tag für Tag, Woche für Woche, bis wir auch diese Herausforderung rund um das Coronavirus gemeistert haben und uns irgendwann, wenn das alles wieder vorbei ist, wieder gemeinsam im Heimabend sehen können.

Deshalb auch an euch, liebe Leserinnen und Leser, bleibt zu Hause und bleibt gesund!

Gut Pfad,

Euer GuSp-Team

 

 

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